Santorini und Paros – zwei Kykladenschönheiten

Mein Mann hatte lange den Wunsch gehegt, noch einmal die Kykladen und insbesondere Santorini zu besuchen, das er vor vielen Jahren als Student mit dem Rucksack bereist hatte. Schnell konnten wir feststellen, dass die kleinen weiß getünchten kubischen Häuschen mit den leuchtend blauen Türen und Läden und die vielen kleinen weißen Kapellen mit ihren runden blauen Dächern immer noch das Inselbild prägen und der Blick von der steilen Kraterwand noch genauso spektakulär ist wie vor 40 Jahren. Natürlich gibt es inzwischen viel mehr Hotels, Restaurants, Souvenirshops und vor allem Touristen, wie an anderen touristischen Hotspots eben auch. Aber was uns wirklich ins Auge stach, war, wie voll es bereits war, dass es keine Nebensaison mehr zu geben scheint und vor allem, dass Santorini chinesisch geworden ist…die meisten Menschen in den kleinen Gassen waren Chinesen, überall wimmelte es von chinesischen Selfie-Fotografen und es gab jede Menge chinesischer Hochzeitspaare. Beim Sonnenuntergang auf der Festung von Oia fanden wir schon 3 Stunden vorher nur mit Mühe ein gutes Plätzchen. Außerdem erwies es sich als sehr schwierig, typisch griechisches Essen zu bekommen, allemal im touristischen Norden der Insel. Deshalb waren wir wirklich froh, dass es auf Paros noch etwas anders zuging. Dort hatte die Saison gerade erst begonnen. Die Menschen waren dabei, ihre Häuser zu tünchen und die Tavernenwirte stellten ihre typischen kleinen Tische und die Kafeneion-Stühle mit dem Bastgeflecht ringsum den hübschen kleinen Hafen von Naousa auf. Die Insel stand in voller Blüte und wir konnten ruhige griechische Ferientage bei unserer wunderbaren lieben Litsa verbringen, die uns jeden Morgen mit neuen Frühstücksleckereien überraschte und dafür sorgte, dass unser Aufenthalt besonders schön wurde. 

April 2019